Matchbox-Kits sind Kindheitserinnerungen, als Kind der 80er waren es jene Bausätze, durch die ich zum Hobby Modellbau fand.
Insbesondere die kleinen, überschaubaren Militärfahrzeug-Bausätze waren für Einsteiger wie mich ideal. Der Zufall wollte es, dass ich Jahrzente später an einen
der inzwischen raren Original-Bausätze geriet: den Humber Mk. II.
Matchbox brachte ab den frühen 1970ern eine Vielzahl an WKII-Militärfahrzeugen heraus, der Humber-Bausatz stammt von 1973. Das Alter sieht man ihm aber
tatsächlich kaum an: die Gußqualität ist durchweg in Ordnung und die Detaillierung ist absolut okay. Lediglich die Decals waren nach all der Zeit spröde
geworden und nicht mehr zu gebrauchen. Da ich aber ohnehin eine andere Version bauen wollte und dafür eigene Decals druckte, war das nicht von Relevanz.
Der Bausatz besteht aus zwei verschiedenfarbigen Spritzlingen. Typisch für die Matchbox Militärfahrzeug-Kits sind die beigefügten Bases,
auf denen die Modelle dekorativ präsentiert werden konnten. Hier ist ein Stück zerstörter Straße mit einem Teil einer Gebäuderuine dabei.
An der Teilequalität gibt es nichts auszusetzen, die Details sind sauber abgeformt. Alles in allem ein kleiner,
feiner Bausatz, der sich nicht nur aus Nostalgiegründen lohnt zu bauen.
Nach dem Ende von Matchbox in den 1990er Jahren übernahm der deutsche Bausatzhersteller Revell die Formen und bringt bis heute vereinzelte Bausätze unter eigenem Label
ab und an heraus. Dass es sich um ehemalige Matchbox-Kits handelt, erkennt man am "britischen" Scale 1:76, während der Maßstab bei anderen Fahrzeug-Kleinmodellen
üblicherweise 1:72 ist.